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Spinnweben

neuer Monitor: LG 38WR85QC-W (38" UltraWide 3840x1600)

Alexander Bochmann Monday 19 of August, 2024
Nach längerem Hin und Her habe ich mir einen neuen Monitor gekauft, hauptsächlich als Arbeitsgerät für's Homeoffice, nämlich den hier: LG 38" Ultrawide QHD+ (3840x1600) Curved (cache)

Ich bin eigentlich ganz zufrieden, nachdem ich rund drei Wochen mehr oder weniger täglich dabei gearbeitet habe, obwohl es an ein paar Kleinigkeiten hakelt, die ich mal zusammensammeln wollte:

  • Der Monitorfuß ist tatsächlich nach hinten relativ ausladend, und auf einem 80cm tiefen Tisch sitzt man leicht zu nahe am Monitor. Das ist besonders zu merken, wenn man Bildelemente am äußersten Bildschirmrand hat - aus zu geringer Entfernung werdem die äußersten paar Pixel unsichtbar. So 70cm weg vom Monitor sollten die Augen wohl schon sein.
  • Auf meinem höhenverstellbaren (Ikea-)Schreibtisch wackelt der Monitor beim tippen zum Teil merklich. Inzwischen fällt mir das praktisch nicht mehr auf, aber anfangs war es ziemlich störend.
  • Die Scaling-Einstellungen sind ... unterentwickelt. Der Monitor lässt sich nur global auf das native Format, 16:9, und 4:3 einstellen. Die Option wird auf alle Auflösungen angewendet, und nicht nur auf solche, bei denen tatsächlich eine Skalierung notwendig ist - also in der 16:9 - Einstellung wird auch die native 21:9 - Auflösung zusammengestaucht. Speziell für Spiele, die kein 21:9 können, ist das ein ziemlicher Nerv - für den Desktop braucht man die Einstellung eigentlich nie zu ändern.
  • Anfangs hatte ich ziemliche Probleme mit der KVM-Funktion. Mein alter Desktop-PC hat den USB-Hub im Monitor nicht wiedererkannt, nachdem der Monitor im Standby war. Das funktioniert jetzt aber, nachdem ich den "Deep Sleep Mode" deaktiviert habe.
  • Ich habe deutliche Helligkeitsschwankungen bemerkt, die allerdings weitgehend verschwunden sind, nachdem ich die "Smart Energy Saving" - Funktion auf "Low" gestellt habe.
  • Es gibt eine "Automatic Standby" - Funktion, die den Monitor auch bei aktivem Bildsignal nach einer Weile abschaltet, "wenn keine Bewegung auf dem Bildschirm erkennbar ist". Das ist allerdings nicht wirklich zuverlässig, und schlägt bei normaler Arbeit auf dem Desktop gerne mal zu. Muss dann über Betätigung des OSD-Joysticks an der Unterseite unterbrochen werden.

Das war's aber auch im großen und ganzen schon an Negativem, am ehesten ein Dealbreaker davon ist noch das mit dem Scaling, zumal ich gerade nicht einen Spiele-PC habe, der die native Auflösung mit brauchbarer Framerate bedienen könnte...

Auf der positiven Seite sind mir aufgefallen:

  • Der Stromverbrauch im Standby ist erfreulich niedrig (< 1W laut einem Shelly-Zwischenstecker).
  • Das Bild ist klasse. Kein Problem, den ganzen Tag (Arbeit + Freizeit) draufzuschauen. Natürlich handelt es sich gerade nicht um ein HiDPI-Display (110ppi), dafür kann ich Desktop-Applikationen problemlos ohne Skalierung durch das Betriebssystem verwenden. Im Terminalfenster und Webbrowser verwende ich der Bequemlichkeit halber eine etwas größere Default-Schriftart.
  • KVM funktioniert zum Umschalten zwischen zwei PCs einwandfrei. Es gibt USB-B und USB-C - Inputs zum integrierten (Realtek) USB-Hub, und für jeden Monitor-Input kann einer davon zugeordnet werden. Die Split-Screen und Picture-in-Picture - Optionen habe ich noch nicht verwendet.
  • Bloss eine Kleinigkeit, aber die Power-LED leuchtet nach unten und ist im Betrieb absolut unauffällig. Im aktiven Standby blinkt sie, was dann doch auf Dauer etwas nervig sein kann. Die LED lässt sich aber auch komplett abschalten.
  • Der Bildrand ist breit genug, damit die Halterung einer normalen Webcam nicht in das Bild hineinreicht. Da ich jetzt sonst keinen weiteren Monitor mehr auf dem Tisch habe, stört mich der Rand ansonsten nicht.

Im großen und ganzen nutze ich den Monitor wie zwei normale nebeneinander, nur eben ohne einen Rahmen in der Mitte. Allein dadurch wird Platz gewonnen für Fenster, die halt gerade mal nicht genau die Hälfte des Bildschirms belegen und ohne Einschränkung irgendwo positioniert sein können.

Wenn LG noch ein Update für die Skalierungsoptionen nachliefern würde, könnte ich den Monitor uneingeschränkt empfehlen. Ich kann mir allerdings durchaus vorstellen, dass die Auflösung grundsätzlich so ein Zwischending ist, das nicht zu jedem Geschmack und Anwendungsfall passt.